The protection of mental privacy in the area of neuroscience - Societal, legal and ethical challenges


Abstract
Die Fortschritte im Bereich (neuro)technologischer Entwicklung haben zu einer zunehmenden Nutzung und Zugänglichkeit von Neurotechnologien (NT) geführt, die es ermöglichen, die Gehirnaktivität aufzuzeichnen, zu analysieren und durch neurotechnologische Geräte zu manipulieren. Während sie ursprünglich nur für klinische Zwecke eingesetzt wurden, werden sie für gesunde Bevölkerungsgruppen, die ihre kognitiven oder körperlichen Fähigkeiten verbessern wollen, immer attraktiver. Geräte in Verbraucherqualität können von Laien erworben und ohne Aufsicht im Arbeits-, Bildungs- und Unterhaltungsbereich eingesetzt werden. Diese Situation wirft eine Vielzahl offener Fragen auf und birgt die Möglichkeit von Gefahren für die Datensicherheit und den Schutz der Privatsphäre sowie neuropsychologische, ethische und gesellschaftliche Auswirkungen. Aus diesem Grund wurde 2017 die Neurorights Foundation (NRF) gegründet, um diese Fragen zu untersuchen, zu diskutieren und für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Die vorliegende Studie befasst sich mit den Forderungen und Vorschlägen der NRF und bewertet die Notwendigkeit der von ihr vorgeschlagenen „Neurorechte“. Auf disziplinäre Bewertungen der anstehenden Fragen folgen Empfehlungen und politische Optionen.
Beteiligte Disziplinen: Neuropsychologie, Soziologie, Rechtswissenschaften, Ethik.
Auftraggeber
Das Projekt wurde vom Panel for the Future of Science and Technology (STOA) des Europäischen Parlaments in Auftrag gegeben und finanziert. Weitere finanzielle Mittel wurden von der Universität Graz zur Verfügung gestellt.
Laufzeit: 05/2023 - 04/2024